Ein Verbündeter für die integrative Praxis
mit Claire Gardner, University of Derby

Kontext der Universität: „Erfolgsstrategien“

Die University of Derby ist eine mit TEF-Gold (Teaching Excellence Framework) ausgezeichnete Universität in Mittelengland mit über 17.000 Teilnehmern und mehr als 300 Studiengängen. Im Rahmen unseres Engagements für den Erfolg der Teilnehmer stand für uns im Mittelpunkt, allen Teilnehmern integrative und gerechte Unterrichtserfahrungen zu ermöglichen. Ziel der Initiative für integratives Lernen von Derby ist es, in Anerkennung der unterschiedlichen Anforderungen und Gegebenheiten unserer Teilnehmer mehr barrierefreie, unterstützende Umgebungen anzubieten, damit Teilnehmer innerhalb und außerhalb von Unterrichtsräumen selbständig lernen können.

Ziele für Ally: Integratives Lernen unterstützen

Basierend auf der Strategie für das Technology Enhanced Learning (TEL, Technologiegestütztes Lernen) hat Derby die „Digital Practice Programme Baselines“ (Grundlagen für digitale Praxisprogramme) als Rahmen zur Bewertung von Übungen und zur Unterstützung von Verbesserungen bei der digitalen Lernerfahrung von Teilnehmern eingeführt. Die Grundlagen enthalten ein jährlich von Programmleitern/-teams auszufüllendes Formular zur Selbsteinschätzung, um Fortschritte zu verfolgen und die Umsetzung von Verbesserungsstrategien zu unterstützen. Die Grundlagen umfassen zudem einen Abschnitt über Inklusion, in dem Dozenten einen konsistenten Ansatz zur Erstellung und Überprüfung der Barrierefreiheit von Kursinhalten dokumentieren.

Wir sahen in Ally das Werkzeug, das unsere Inklusionsinitiative unterstützen konnte

Anhand des Ally-Einrichtungsberichts konnten wir den Fortschritt der Barrierefreiheit in den einzelnen Kursen und auf Campus-Ebene leichter verfolgen. Beispielsweise waren wir der Lage, in den vergangenen Jahren einige positive Trends und Bereiche auf dem Campus auszumachen, in denen wir erfolgreich waren, wie unsere Onlineprogramme mit von Schulungsautoren erstellten Kursvorlagen. Im Dozentenfeedback von Ally sahen wir eine intuitive Möglichkeit für unsere Dozenten, sich über Barrierefreiheit in ihren Kursen bewusster zu werden und sie bei der Verbesserung ihrer Inhalte zu unterstützen. Zur Förderung dieser Bemühungen hat unser Team von Lerntechnologen das Feedback von Ally durchgearbeitet und uns in Vorbereitung auf Workshops und Dozentenfragen mit Ally-Funktionen vertraut gemacht.

Implementierungsstrategie: Kommunikation und Workshops

Nach dem Test in 10 Modulen haben wir die Freigabe von Ally für die gesamte Universität begonnen. Die Implementierung auf unserer Plattform dauerte ungefähr zwei Wochen, einschließlich aktueller und früherer Programme und Module. Wir hatten zwar einige Bedenken hinsichtlich der Reaktionen der Mitarbeiter auf die Ally-Indikatoren, aber aufgrund unserer klaren Mitteilungsstrategie waren wir in der Lage, Zweck und Ziele von Ally für unsere Dozenten in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Wir haben einen Ansprechpartner im TEL-Büro bereitgestellt und unserem digitalen Praxishandbuch Hilfeleitfäden für Ally zur Ergänzung unserer vorhandenen Materialien zu barrierefreiem Kursdesign hinzugefügt.

Wir haben Dozenten ermutigt, anhand des Ally-Feedbacks kleine Änderungen an ihren Inhalten vorzunehmen und sich bei Problemen, die sie nicht alleine lösen können, an den Support zu wenden.

In unseren E-Mails an Dozenten haben wir betont, dass die Ally-Indikatoren nur für sie sichtbar sind und dass Ally ein Werkzeug zur Unterstützung ihrer integrativen Lernbewertungen ist. Wir haben in unseren Mitteilungen zu bewältigende Erwartungen an Dozenten gestellt. Der Workshop „Using Technology for Inclusive Learning“ (Einsatz von Technologie für integratives Lernen) wurde besser besucht, möglicherweise weil das Thema vertrauter und an die Integrationsinitiative des Campus gebunden war.

Bewertung und Ergebnisse: Wir haben uns verbessert! 

Wir haben erwartet, dass am Tag des Starts das Telefon unaufhörlich klingeln würde, aber wir haben nur einen Anruf von einem Dozenten erhalten. Auch wenn wir unsere Dozenten nicht aufgefordert haben, unverzüglich mit der Verbesserung ihrer Kursinhalte zu beginnen, haben wir in nur 2 Monaten einen Anstieg um 3 % in unserer allgemeinen Barrierefreiheit erfahren. Die Ally-Einführung hat auch mehr Gespräche über die Konzeption integrativen Lernens hervorgebracht, was sich an den gestiegenen Teilnehmerzahlen unseres Workshops „Using Technology for Inclusive Learning“ (Einsatz von Technologie für integratives Lernen) gezeigt hat. 

Wir sehen, dass Ally dazu beiträgt, Dozenten für den Wert barrierefreier, alternativer Formate für den Erfolg der Teilnehmer zu sensibilisieren. Ally hilft uns auch dabei, unseren Fortschritt bei der Barrierefreiheit genauer zu bewerten und die gesamte Universität über unsere Strategie zur Barrierefreiheit zu informieren. Wir entwickeln gerade Umfragen für Dozenten und Teilnehmer, um ein detailliertes Feedback zu Barrierefreiheit, Ally-Nutzung und unsere Supportstrukturen zu erhalten. Unsere größte Herausforderung besteht darin, das Gespräch in Gang zu halten und unsere Bemühungen auf die komplexeren Probleme bei Barrierefreiheit und integrativem Lernen in der virtuellen Lernumgebung auszurichten. 

Hilfreiche Erkenntnisse: Der erste Schritt ist Sensibilisierung 

Wir betrachten integrative Bildung als einen Kulturwandel, der beginnt, indem wir das Bewusstsein für Barrieren schärfen, die eine gerechte und integrative Lernerfahrung der Teilnehmer verhindern. Durch Positionierung von Ally im Rahmen einer breit angelegten Campus-Initiative rund um integratives Lernen konnten wir Dozenten den Zweck von Ally und unsere Erwartungen an sie besser vermitteln. Dies hat dazu beigetragen, Ängste abzubauen, zu Gesprächen anzuregen und die programmatische Strategie für den Wandel zu fördern. 

Ressourcen

Weitere Informationen zu den „Digital Practice Programme Baselines“, die den Blackboard Catalyst Award for Teaching & Learning 2018 erhalten haben: